Wir finden eine Lösung für Sie, die passt.

Egal, für welche Anforderungen und Bedürfnisse. Jahrelange Erfahrung ermöglicht es uns, exakt auf Sie zugeschnittene und optimierte Lösungen zu realisieren.

Tetraplegie

Ursache der Tetraplegie ist meist eine schwere Schädigung des Rückenmarks im Halswirbelbereich. Sie kann traumatisch, durch einen Tumor, eine Infektions- oder Erbkrankheit, Entzündungen anderer Genese oder idiopathisch bedingt sein.

Die Hand- und Armfunktionen sind stark eingeschränkt, es fehlt an Kraft. Aufgrund der ausgedehnten Lähmung ist wenig Rücken- und Brustmuskulatur vorhanden. Dadurch wird das stabile Sitzen im Autositz erschwert, vor allem in Kurvenfahrten. Schwierigkeiten bei den Lenkbewegungen treten auf. Die Einschränkungen bei der Kraft und in der Bewegungsfähigkeit werden besonders in der Drehbewegung im oberen Lenkradbereich deutlich.

Durch die nicht mehr mögliche Drehbewegung im Handgelenk ist das Bedienen des Autoschlüssels zum Motorstart ebenso erschwert bzw. unmöglich wie auch die Betätigung verschiedener Bedienelemente (Scheibenwischer, Lichtschalter etc.). Eine Fixierung des Handgelenks durch eine Lenkradgabel oder des ganzen Handgelenkes durch einen Lenkrad-Dreizack ist hilfreich. Die eingeschränkte Atmung zehrt an den Kräften und führt so im Tagesverlauf zu Leistungsabfall, was bei den Kräfte- und Bewegungsmessungen berücksichtigt werden muss. Der Bewegungsradius am Steuer ist aufgrund der Behinderung eingeschränkt. Tritt eine Spastik in den Beinen auf, führt dies zu unkontrolliertem Bedienen des Gas- oder Bremspedals führen. Eine Abdeckung der Pedalanlage wird hier erforderlich.

Hilfreich beim behindertengerechten Fahrzeugumbau ist eine Klimaanlage wie auch eine Standheizung, da sich Tetraplegiker der jeweiligen Temperatur anpassen und so unterkühlen oder überhitzen können.

Umbaubeispiele

Funk-Fernbedienung

Elektrische Rückenstütze und Kopfstütze

Angepasste Armlehne

Lenkrad-Dreizack

Elektrische Feststellbremse

Bedienteil im Fußraum
für die Bedienung von Blinker und Hupe

Pedalsperre

Verstellbarer Tragarm

etc.

Multiple Sklerose (MS)

Die Multiple Sklerose (MS), häufig auch Encephalomyelitis disseminata (ED), ist eine chronisch-entzündliche Entmarkungserkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), deren Ursache trotz großer Forschungsanstrengungen noch nicht geklärt ist. Sie ist neben der Epilepsie eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter und von erheblicher sozialmedizinischer Bedeutung.

Die Erkrankung ist nicht heilbar, der Verlauf kann durch verschiedene Maßnahmen jedoch günstig beeinflusst werden. Entgegen der landläufigen Meinung führt die Multiple Sklerose nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen. Auch viele Jahre nach Beginn der Erkrankung bleibt die Mehrzahl der Patienten noch gehfähig.

Durch fehlende Kraft in Armen und Händen kann im Laufe der Zeit ein Überwechseln vom Rollstuhl auf den Fahrersitz nicht mehr möglich sein. Dieser Umstand macht das Fahren im Rollstuhl erforderlich. Die Lenktätigkeit und Bremsbetätigung muss technisch unterstützt werden. Bei Intentionstremor (Zittern in Armen und Händen) muss ergänzend die Hand in einem Lenkrad-Dreizack fixiert werden und die Empfindlichkeit des Gasbedienelementes darauf eingestellt werden.

Lähmungserscheinungen in den Armen- und Händen rufen eingeschränkte Bewegungsabläufe und Kräfteschwund hervor, die durch die Technik ausgeglichen werden kann. Störung der Bewegungskoordination (Ataxie) und Einschränkungen in der Feinmotorik (Handgeschicklichkeit) haben ebenfalls Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit und die Kraftreserven.

Muskelerkrankungen

Aufgrund des individuellen und fortschreitenden Verlaufs der Bewegungseinschränkungen und Muskelschwäche muss die erforderliche technische Unterstützung sowie die Art des Lenkmittels individuell ermittelt werden.

Umbaubeispiele

Funkfernbedienung für Rampe und Schiebetüre

Klimaanlage

Standheizung

Vollelektronische Bedienelemente

Außenkameras

etc.

Kassettenlift bei Mobireha

Kassettenlift bei Mobireha

Kleinwuchs Mikrosomie

Mit einer Pedalverlängerung kann die notwendige Kraft zum Bremsen mit den verkürzten Beinen aufgebracht werden. Bei einer Beratung prüfen wir, ob die Armlänge für einen Maximaleinschlag des Lenkrades zum Kurven fahren ausreicht oder ob ein Mini-Lenkrad oder eine alternative Lenk-Lösung erforderlich wird. Zudem muss die Erreichbarkeit und Bedienbarkeit der Bedienelemente trotz verkürzter Arme geprüft werden.

Umbaubeispiele

Lenkradumrüstungen
Lenkradaustausch gegen kleinere Modelle, die einen besseren Griff ermöglichen.

Pedalumrüstungen
Pedalerhöhungen auf Wunsch höhenverstellbar, falls Personen unterschiedlicher Körperlänge das Fahrzeug fahren. Die Pedale lassen sich auch abnehmbar gestalten, falls das Fahrzeug für andere Personen mit den Originalpedalen fahrbar sein soll.

Sitzanpassungen und Rückenlehneneinsätzen
zur Verringerung der Sitztiefe

Sonstige Umbaumöglichkeiten
Automatik, Heckeinstieg, Fernbedienung, herausnehmbares Podest, Mittelkonsole nach vorne, Umsetzhilfe, Rollstuhl-Ausstieghilfe, Rückfahrkamera, Spiegel asymmetrisch, Zuheizer mit Fernbedienung, Standheizung mit Funkfernschalter, Freisprecheinrichtung

etc.

Fussgas hängend links, mit Sperre bei Mobireha

Fußgas hängend links bei Mobireha

Querschnittslähmung

Umbaubeispiele

Handsteuerung für Gas und/oder Bremse
zur Bedienung von Blinkern, Scheibenwischer und -waschanlage sowie Fern- und Abblendlicht

Armlehne am Fahrersitz
zur Unterstützung beim Fahren mit der Handsteuerung

Gasring am Lenkrad

Extra leichte Servolenkung

Vakuumunterstützte Bremsen
verringern den Widerstand beim Bremsen

Gurt zum Schließen der Fahrertür oder Kofferraumklappe

Zusätzlicher Handgriff
zur Erleichterung des Ein- und Aussteigens

Untergleitschutz
Um zu verhindern, dass die Füße unter die Pedale rutschen

Lenkraddrehgriff
häufig in Kombination Handsteuerung

Lenkraddrehgriffe mit Funksteuerung
Das Fahrzeug kann mit einer Hand gelenkt werden und auch dessen wichtigste elektrische Funktionen bedient werden.

Anatomisch geformte Sitze

Schwenkplattform Turnout
für den erleichterten Transfer auf den Sitz.

Gleitplatte
ermöglicht einen leichten Transfer zwischen Fahrzeugsitz und Rollstuhl.

Dachbox
zum Einladen eines zusammenklappbaren Rollstuhls mittels Handbedienung.

Ein Rollstuhllift, Rollstuhlhebebühnen

Pneumatische (druckluftbetriebene) Kofferraumtüröffner

Elektrisch betriebene Gangschaltung

Standheizung

Vollelektronische Bedienelemente

Außenkameras

etc.